Alter Friedhof, Leinefelde
Projektdaten
Historische Wege und naturnahe Gestaltung
In den Rasen eingelassene Natursteinbohlen ermöglichen zusätzliche Wegeverbindungen zur Kirche entlang der westlichen Grundstücksgrenze. Der natürliche Bewuchs lässt diese Wege nahezu mit der Landschaft verschmelzen und unterstreicht den parkähnlichen Charakter des Alten Friedhofs.
Ein vegetatives Punktraster aus dunklem Federgras erinnert an die historische Nutzung des Areals. Zwischen den Pflanzflächen werden erhaltene Steinzeugnisse des ehemaligen Friedhofs präsentiert und machen die Geschichte des Ortes sichtbar.
Kirchplatz und Lindenallee als verbindende Freiräume
Der neugestaltete Kirchplatz bildet das steinerne Entrée zum Alten Friedhof. Großzügige Schleppstufen überwinden die topografischen Höhenunterschiede und schaffen einen barrierearmen Übergang zwischen den verschiedenen Ebenen.
Die historische Lindenallee wird durch die Fortführung der Baumreihe ergänzt und verbindet Straßenraum, Platzfläche und Friedhofspark zu einem zusammenhängenden Freiraum. So entsteht ein hochwertiger öffentlicher Raum mit hoher Aufenthaltsqualität und starker historischer Identität.
Alter Friedhof, Leinefelde
Landschaftsrampe
Die Gestaltung des Alten Friedhof Leinefelde bildet einen neuen Trittstein im öffentlichen Freiraum aus. Ziel ist es hierbei, die gewachsene funktionale Verbindung zwischen der Heiligenstädter Straße und der Fuhlrott-Straße wiederzubeleben, als auch das historische Ensemble Kirchhof und Kirche wieder einzubinden. Kernstück des Erlebnisses Alter Friedhof stellt die neugeschaffene Landschaftsrampe dar. Sie liegt als eigenständige Wegeverbindung, eingesetzt in die modellierte Ebene des ehemaligen Friedhofes. Form, Material und Oberfläche interpretieren historische Wegeverbindungen und Gedanken der Friedhöfe als ein Erlebnis, welches man bewusst eingeht. Ortbeton als fließender, monolithischer Baukörper mit Palmwedelprägung stellt eine leitende Gestalt der Wegeführung und Ortsdefinition dar. Durch die Einbettung in der Rasenlandschaft wird die Rampe als Weg zur Kirche klar erkannt, während sie aus Sicht der Kirche in der Topografie verschwindet.
In Rasen eingelegte Natursteinbohlen erlauben auch das direkte Abkürzen zur Kirche entlang der westlichen Kante. Der durchwachsene Rasen verschleiert diesen Weg und lässt diesen auch weitestgehend verschwinden. In Referenz der ehemaligen Nutzung wird ein vegetatives Punktraster in der vorgelagerten Rasenebene installiert. Dunkles Federgras bildet Kissen aus, in dessen Flächen gefundene Steinzeugnisse des Friedhofes installiert werden.
Der Kirchplatz bildet ein steinernes Entré zum Alten Friedhof. Die topografischen Verhältnisse werden durch Schleppstufen überwunden. Die Gestaltung der Lindenallee des Friedhofes wird durch die Fortführung der Baumlinie aufgenommen und bildet eine Verknüpfung zwischen Straße und Platz aus.