Hof = Begegnung + Garten, Pfarrhof St. Peter und Paul in Worbis
Projektdaten
1. Preis
Moderne Freiraumgestaltung für Pfarrhof, Pfarrgarten und Begegnungsräume
Die Gestaltung greift das traditionelle Motiv des Hofes auf und interpretiert es als modernen, einladenden Begegnungsraum neu. Entsprechend der vorhandenen baulichen Struktur und der unterschiedlichen Nutzungen entstehen zwei eigenständige Höfe, die einer gemeinsamen gestalterischen Grundidee folgen und gleichzeitig individuelle Charaktere entwickeln.
Der Pfarrhof – öffentlicher Treffpunkt der Gemeinde
Der Pfarrhof bildet den zentralen öffentlichen Außenraum der Kirchengemeinde. Drei prägende Bereiche strukturieren den Hof: die fassadenbegleitende Erschließungszone, die von der historischen Mauer eingefasste Rasenfläche sowie der zentrale Hofkern.
Der Hofkern fungiert als gestalterischer und sozialer Mittelpunkt. Eine offene Platzfläche aus wassergebundener Wegedecke wird durch Staudenbeete in erhöhten Stahleinfassungen gegliedert. So entsteht ein lebendiger, begrünter Kirchenhof, der Aufenthaltsqualität schafft, Begegnungen fördert und vielfältige Sichtbeziehungen ermöglicht. Sitzgelegenheiten laden Besucherinnen und Besucher zum Verweilen, Austauschen und Erleben des gemeinschaftlichen Raums ein.
Der Pfarrgarten – historische Tradition neu interpretiert
Der historische Pfarrgarten entwickelt seine ursprüngliche Funktion der Nahrungsversorgung weiter und wird zu einem öffentlichen Kirchen- und Begegnungsgarten. Durch eine gezielte Pflanz- und Freiraumgestaltung entsteht ein Ort, der Gäste, Besucher und Gemeindemitglieder willkommen heißt und inspiriert.
Die neu interpretierten Pflanzflächen dienen nicht länger der Versorgung mit Lebensmitteln, sondern fördern Besinnung, Erholung und Gemeinschaft. Der Garten wird zu einem Raum der geistlichen Inspiration und des menschlichen Miteinanders – ein Ort, an dem Natur, Begegnung und Spiritualität miteinander verbunden werden.
Der Tagungshof – Rückzugsort mit Terrassenlandschaft
Der Tagungshof basiert auf dem Prinzip einer terrassierten Landschaftsgestaltung. Die vorhandene Höhenstaffelung zum Ritterbach wird aufgenommen und bis zur Burgstraße weitergeführt. Dadurch entstehen klar definierte Nutzungsbereiche für Begegnung, Austausch und Freizeit.
Terrassierte Ebenen schaffen Platz für eine Feuerstelle, gemeinschaftliche Treffpunkte sowie eine Spiel- und Bewegungswiese. Besuchergruppen der Tagungsstätte erhalten die Möglichkeit, sich aus dem öffentlichen Bereich zurückzuziehen und einen geschützten Aufenthaltsraum zu nutzen. Der Tagungshof verbindet damit Rückzug, Gemeinschaft und Naturerlebnis in einer harmonischen Freiraumgestaltung.